Grenzsteine von der Bundesrepublik Deutschland und dem Großherzogtum Luxemburg
Die Grenzsteine sind ursprünglich nach der Grenzvertrag zwischen Ihren Majestäten dem Könige von Preußen und dem Könige der Niederlande von Aachen vom 26. Juni 1816 gesetzt worden. Nach dem Grenzvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Großherzogtum Luxemburg vom 19. Dezember 1984 wurden nur die Grenzsteine im Bereich der beiden Flussgrenzen Our und Mosel als Kondominium auf beiden Uferseiten doppelt neu gesetzt. Sie tragen die laufende Nummer beginnend mit Nummer 1 in Schengen in Nordrichtung und endet mit Nummer 51 südlich von Ouren. Die Nummer 52 am Dreiländereck bei Ouren ist ein Dreiländerstein (D-B-L) in belgischer Ausführung. Auf der Luxemburger Seite befindet sich ein "L" zur Landseite und ein "LD" zur Flußseite. Auf der deutschen Landseite befindet sich ein "D" und ein "DL" zur Flußseite. Nur die ca. 7 km lange Landgrenze östlich der Our, um Vianden herum (in ca. 1 km Abstand) vom Grenzstein Nr. 20 bis Nr. 47, hat noch die alten Grenzsteine vom Grenzvertrag von 1816. Neben der laufenden Nummer in Nordrichtung, haben sie ein "L" für Luxemburg und ein "P" für das damalige Preußen. Sie haben aber noch Gültigkeit.


Grenzwanderung am 13.05.2017 entlang der Grenze Deutschland /Luxemburg
mit Eberhard (D), Jos (B), Peter (B) und Rob (NL). Vom Grenzstein Nr. 13 bis Grenzstein Nr. 19.
Zuvor haben wir auch noch die Nr. 50 und die Nr. 51 auf dem deutschen Ufer der Our aufgesucht.

Wir sind mit dem Auto von Nr. 19 bis Nr. 13 flussaufwärts gefahren. Das jeweilige Ufer auf der deutschen bzw. luxemburger Seite der Our bzw. Sauer, haben wir über eine Brücke, falls vorhanden oder mit dem Auto erreicht. Den Stein Nr. 19 auf dem deutschen Ufer der Our scheint es nicht zu geben, da oberhalb der steilen Felswand hochoben bereits der Grenzstein Nr. 20 steht. Die Nr. 18 auf der deutschen Seite der Our haben wir, trotz intensiver Suche, nicht gefunden. Er scheint verschwunden zu sein. Auch andere Grenzsteinfreunde hatten ihn auch nicht gefunden. Ebenfalls konnten wir den Stein Nr. 13 auf dem luxemburger Ufer der Sauer, nicht mehr auffinden. Jannis Deeleman hatte ihn 2004 (siehe sein Foto) noch fotografiert. Er war auf einem Betonklotz befestigt, der allerdings bereits damit umgefallen war. Auf Grund der Größe konnten wir ihn nicht übersehen haben. Wir vermuten, dass er inzwischen ins Wasser gefallen ist oder bei der Bearbeitung der Rinderweide beseitigt wurde, da dieses Areal, laut Rob, vorher anders ausgesehen hatte.

von Nr. 13 bis Nr. 19

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Grenzwanderung am 04.03.2017 entlang der Grenze Deutschland /Luxemburg
mit Eberhard (D), Jos (B), Peter (B) und Rob (NL).
Vom Grenzstein Nr. 20 bis Grenzstein Nr. 35 - Es handelte sich um die 1. Etappe der Grenze die über Land, östlich um Vianden herum, verläuft.
Link von der Wanderung: https://connect.garmin.com/modern/activity/1603384252?share_unique_id=11
Außerdem hatten wir auch noch die beiden Grenzsteine Nr. 48 (deutsche und luxemburger Seite) und die Nr. 47 nur auf der luxemburger Seite mit dem Auto aufgesucht.

Es gab auch sehr viele alte Zwischensteine mit laufender Nummer auf der luxemburger Seite und dem Kürzel "KW" auf der preussischen Seite (wahrscheinlich für "Königlicher Wald"). Nach dem Hauptstein Nr. 23 begann die Zwischensteinnummer mit Nr. 141 und hatte nach dem Hauptstein Nr. 35 die Zwischensteinnummer Nr. 196. Es gab auch 2 neue Steine (Nr. 147 & Nr. 161) mit gleicher fortlaufender Nummer in Nordrichtung, sowie auf der luxemburger Seite ein "L" und auf der deutschen Seite ein "D". Die Nummern sind zum Teil auch nicht in richtiger Reihenfolge.
Es gibt keine Beschreibung über diese Steine. Vielleicht handelt es ich um Forstreviersteine mit Landesgrenzenfunktion für das ehemalige preussische Waldgebiet.

von Nr. 20 bis Nr. 35

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Grenzstein Nr. 47 nur auf der luxemburger Seite und die beiden Nr. 48 (deutsche und luxemburger Seite)

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Bilder von Peter von Nr. 20 bis Nr. 35

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Landgrenze östlich um Vianden

Gruppenbild


Grenzwanderung am 01.04.2017 entlang der Grenze Deutschland /Luxemburg
mit Eberhard (D), Jos (B), Peter (B) und Rob (NL). Vom Grenzstein Nr. 36 bis Grenzstein Nr. 47-D -
Es handelte sich um die 2. Etappe der Grenze die über Land, östlich um Vianden herum, verläuft.
Link von der Wanderung vom Grenzstein Nr. 36-198 bis GrenzsteinNr. 47L:
https://connect.garmin.com/modern/activity/1652495034?share_unique_id=17

Außerdem hatten wir auch noch die beiden Grenzsteine Nr. 49 (auf deutscher und luxemburger Flußseite) und die Nr. 50, nur auf der luxemburger Flußseite, mit dem Auto aufgesucht. Der Grenzstein Nr. 49L lag abgebrochen am Ufer, neben der Brücke. Wir haben ihn provisorisch am Brückengeländer zum Fotografieren aufgestellt. Der Grenzstein Nr. 49D ist schon seit vielen Jahren verschwunden. Wahrscheinlich vom Treibeis mitgenommen, laut einem deutschen Anwohner. Die Nr. 50L haben wir am Ufer fotografiert. Aber die Nr. 50D liegt flach in der Uferböschung. Ihn werden wir erst beim nächsten Mal auf der deutschen Flußseite, zusammen mit dem Grenzstein Nr. 51D, aufsuchen.

Es gab auch noch alte Zwischensteine mit laufender Nummer auf der luxemburger Seite und dem Kürzel "KW" auf der preussischen Seite (wahrscheinlich für "Königlicher Wald"). Nach dem Hauptstein Nr. 36 begann die Zwischensteinnummer mit Nr. 198 und hatte nach dem Hauptstein Nr. 39 die Zwischensteinnummer Nr. 209. Die Nr. 36 haben wir wiederum nach intensiven Suchen nicht gefunden.
Es gab auch 2 Gruppen Steine mit fortlaufender Nummer, nur mit römischen Zahlen. Die Nr. II nach Stein Nr. 43 (Nr. I haben wir nicht gefunden) bis Nr. VIII nach Stein Nr. 45. Sowie die Nr. I bis Nr. VIII nach Stein Nr. 46. Es gibt keine Beschreibung über diese Zwischensteine.

von Nr. 36 bis Nr. 47

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Bilder von Peter von Nr. 36 bis Nr. 45-VIII am 1. April fotografiert

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Grenzstein Nr. 49 und Nr. 50 auf der luxemburger Seite
Am 1. April hatten wir auch noch die beiden Grenzsteine Nr. 49 (auf deutscher und luxemburger Flußseite) und die Nr. 50, nur auf der luxemburger Flußseite, mit dem Auto aufgesucht. Der Grenzstein Nr. 49L lag abgebrochen am Ufer, neben der Brücke. Wir haben ihn provisorisch am Brückengeländer zum Fotografieren aufgestellt. Der Grenzstein Nr. 49D ist schon seit vielen Jahren verschwunden. Wahrscheinlich vom Treibeis mitgenommen, laut einem deutschen Anwohner. Die Nr. 50L haben wir am Ufer fotografiert. Aber die Nr. 50D liegt flach in der Uferböschung. Ihn werden wir erst beim nächsten Mal auf der deutschen Flußseite, zusammen mit dem Grenzstein Nr. 51D, aufsuchen.

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Grenzsteine Nr. 51 Deutschland / Luxemburg
Am 19.11.2016 hatten wir bereits auch schon die Nr. 51 Deutschland / Luxemburg auf der Luxemburger Seite aufgesucht. Für die Deutsche Seite Nr. 51 Deutschland / Luxemburg war es auf Grund der Dämmerung schon zu spät und so konnten wir ihn nur mit dem Teleobjektiv auf der gegenüberliegenden Flußseite der Our ihn fotografieren.
Die Reihe Grenzsteine Deutschland / Luxemburg (auf beiden Flußseiten Our und Mosel werden erst später von uns aufgesucht

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Grenzsteine Nr. 50 und 51 auf der deutschen Seite von Deutschland / Luxemburg
Am 13.05.2017 haben wir auch noch die Nr. 50 und die Nr. 51 Deutschland / Luxemburg auf der deutschen Seite der Our aufgesucht.
Die Nr. 50 war abgebrochen und lag am Uferrand. Mit Genehmigung des Grundstücksbesitzers durften wir seine Wiese betreten. Nur zum Fotografieren haben wir den Stein aufgestellt und anschließend wieder hingelegt, damit ihn ein ev. Hochwasser nicht wegspült. Zum Erreichen von Stein Nr. 51 war eine etwas längere Wanderung über Waldwege, hoch über der Our, erforderlich.

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Das Großherzogtum Luxemburg (französisch Grand-Duché de Luxembourg, luxemburgisch Groussherzogtum Lëtzebuerg) ist ein Staat und eine Demokratie in Form einer parlamentarischen Monarchie[ im Westen Mitteleuropas. Es ist das letzte von einst zwölf europäischen Großherzogtümern (bzw. Großfürstentümern, wie sie in den meisten osteuropäischen Sprachen genannt werden). Landessprache ist Luxemburgisch, Verwaltungs- bzw. Amtssprachen sind Französisch, Deutsch und Luxemburgisch.

Das Großherzogtum Luxemburg ist seit der Zweiten Londoner Konferenz von 1867 ein souveräner und unabhängiger Staat. Staatsform ist eine parlamentarische Monarchie, deren Krone innerhalb der Familie Nassau erblich ist.
Die vollständige Unabhängigkeit erreichte Luxemburg nach dem Tod des niederländischen Königs Wilhelm III. im Jahr 1890: Wegen des Aussterbens des niederländischen Königshauses (Oranien-Nassau) im Mannesstamme gelangten aufgrund des privatrechtlichen Erbvertrags zwischen den Prinzen des Hauses Nassau (des Nassauischen Erbvereins) die nächsten männlichen Verwandten, die Herzöge von Nassau-Weilburg, an die Regierung. Damit erhielt Luxemburg seine eigene erbliche Dynastie, das Haus Nassau-Weilburg.
Auch nach Entstehung des Norddeutschen Bundes und des Deutschen Reiches blieb das Großherzogtum noch bis 1919 Mitglied im Deutschen Zollverein.
Nach dem preußisch-niederländischen Grenzvertrag vom 23.06.1816, der durch Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Großherzogtum Luxemburg vom 19.12.1984 modifiziert wurde, unterliegen die Mosel, die Sauer und die Our, soweit sie die Grenze bilden, der gemeinsamen staatlichen Hoheit.
Die insgesamt 135 km lange Grenze zwischen Deutschland und Luxemburg folgt über fast die gesamte Länge (127,979 km) dem Flusssystem Our-Sauer-Mosel. Nur im Bereich von Vianden an der Our erstreckt sich Luxemburg über eine Länge von rund sieben Kilometern auch östlich des Flusssystems. 10 km entfallen auf die saarländisch-luxemburgische Grenze. Die restlichen 118 km bilden das gemeindefreie Gebiet von Rheinland-Pfalz. Diese Länge wird durch die zahlreichen Flussschlingen erreicht, denn die Entfernung Luftlinie beträgt nur knapp 67 km. Bei Vianden ist das ansonsten zusammenhängende Gebiet unterbrochen.
Das Gemeinschaftliche Hoheitsgebiet bildet den Großteil der deutsch-luxemburgischen Staatsgrenze
Die nördlichen 50 km werden von der Our gebildet. Der nördlichste Punkt ist das Dreiländereck Belgien-Deutschland-Luxemburg, in dessen unmittelbarer Nähe das Europadenkmal steht.
Das sich südlich anschließende von der Sauer gebildete Grenzstück ist mit 42 km etwas kürzer. Der südliche Abschnitt mit 26,42 km Länge wird von der Mosel (zwischen den Flusskilometern 205,870 und 232,290 gebildet.
Bei einer Fläche des (Fluss-)Gebiets von 6,21 km2; errechnet sich eine durchschnittliche Flussbreite von knapp 50 Metern.
Am Dreiländereck Belgien-Luxemburg-Deutschland ist die Our zehn Meter breit. Bei der Einmündung der Sauer verbreitert sich der Grenzfluss auf 30 Meter. An der Mündung der Sauer in die Mosel erfolgt ein Sprung von 50 auf 110 Meter, und bis zur saarländischen Grenze beträgt die Breite der Mosel zwischen 110 und 120 Metern.
In der Gemarkung Metzdorf-Mompach (westlich der Gemeinde Langsur) liegt eine kleine Flussinsel in der Sauer.

Die Brückenbauwerke unterliegen dem gemeinsamen Unterhalt beider Staaten. Größte Brücke ist die Sauertalbrücke (A64/E44). Bei Langsur führt eine Eisenbahnbrücke über die Sauer, unmittelbar vor der Mündung in die Mosel. Daneben gibt es 21 Straßenbrücken und 7 Fußgängerbrücken.
Angrenzend an den Bereich des Kondominiums befindet sich der Hafen Mertert. Obwohl auf luxemburgischem Territorium gelegen ist dort die deutsche Wasserschutzpolizei zuständig.2] Die Moselschleusen Grevenmacher und Stadtbredimus sind explizit vom Kondominium ausgenommen.
Der nördliche Teil des Gebiets bis zur Sauermündung gehört zum Deutsch-Luxemburgischen Naturpark.
Die Schaffung des Kondominiums wurde im deutsch-luxemburgischen Grenzvertrag vom 19. Dezember 1984 vereinbart, mit dem Detailfragen des Grenzverlaufs geregelt wurden, der zuvor in der Wiener Schlussakte von 9. Juni 1815 und den Grenzverträgen vom 31. Mai 1815, vom 26. Juni 1816 und vom 7. Oktober 1816 zwischen den Niederlanden und Preußen festgelegt worden war.
Die unterschiedliche Auslegung der dort getroffenen Festlegung, dass die Grenzgewässer „beiden Staaten gemeinschaftlich angehören“ sollten, hatte mehrfach zu Differenzen zwischen den angrenzenden Staaten und zu unterschiedlichen Gerichtsentscheidungen geführt. Die Verhandlungen zu einer Klärung der Situation wurde 1925 eingeleitet, ein 1938 von deutscher Seite vorgelegter Vertragsentwurf, der die Grenze in der Gewässermitte festlegte, wurde wegen der deutschen Besetzung Luxemburgs im Jahr 1940 im Zuge des Zweiten Weltkriegs nicht weiter verfolgt.
Mit der Stauregelung der Mosel zur Großschifffahrtsstraße 1958 bis 1964 gewann die Klärung der Situation erneut an Dringlichkeit. Die 1979 eingeleiteten Verhandlungen über die Grenzregelung zwischen Luxemburg und Deutschland wurden 1984 mit dem Abschluss des Grenzvertrags abgeschlossen.